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Liebe Leserin, lieber Leser,
angesichts der umwälzenden Entwicklungen und teilweise äußerst gewaltsam ausgetragenen Konflikte (nicht nur) in der arabischen Welt fragen wir uns, welchen Beitrag der Zivile Friedensdienst leisten kann.
Mit den Revolutionen, Protesten und Kämpfen in den arabischen Ländern beschäftigt sich der Artikel von Stephan Clauß. Sein Fazit: Um in Zukunft bei solchen Entwicklungen eine größere Rolle zu spielen, muss der
Zivile Friedensdienst effektiver und politischer werden. So könnte er die Kräfte der Zivilgesellschaft besser dabei unterstützen, ihr emanzipatorisches Potential zu entfalten.
Das Interesse an einer grundlegenden Auseinandersetzung mit den Potentialen und Perspektiven Ziviler Konfliktbearbeitung ist groß. Das zeigt auch die Nachfrage nach unserer anstehenden internationalen Konferenz:
Schon rund 100 Teilnehmer haben sich für die Veranstaltung am 28. und 29. April mit dem Titel „Civil Conflict Transformation – Ambitions and Reality“ angemeldet.
Unterdessen läuft auch das „Kerngeschäft“ der Akademie auf Hochtouren. Neben den bekannten Qualifizierungskursen über vier Monate und neun Wochen startete im März erfolgreich unser erster berufsbegleitender Kurs im Blended-Learning-Format.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihr Akademie-Team
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Arabische Lektionen für den ZFD:
Lehren ziehen, Potentiale ausschöpfen und neue Wege gehen
Von Stephan Clauß, Historiker, Leiter
Pädagogische Entwicklung in der Akademie für Konflikttransformation, zuvor vier Jahre als Friedensfachkraft in Palästina tätig.
Die Regimewechsel in einigen arabischen Staaten seit Januar 2011 belegen das Potenzial gewaltfreier Mittel, womit die breite Bevölkerung selbst in stabil geglaubten autokratischen Systemen massive Veränderung bewirken konnte.
Dies gilt - zumindest bisher - für Ägypten und Tunesien. In anderen arabischen Staaten hat sich dieser Erfolg durch Demonstrationen bisher nicht eingestellt (v.a. in Jemen und Syrien), der Protest wurde niedergeknüppelt
(v.a. Bahrain) oder Gewalt eskalierte massiv (Libyen). Der (durchaus gespaltene) „Westen" reagierte zunächst verhalten diplomatisch, euphorisch nach dem Regimewechsel und im Falle Libyens mit einer Militärintervention.
Letzteres zwar in diesem Fall UN-mandatiert, aber wieder einmal gewaltsam. An anderen Orten der Welt war diese Art der Intervention gegen Autokratie, Nichtbeachtung von Menschenrechten und Demokratie kaum erfolgreich (siehe Afghanistan).
Der Zivile Friedensdienst (ZFD) hat den Gang der Ereignisse nicht beeinflusst. Er kann sich aber zumindest rühmen, dass seine Annahme der Möglichkeit eines zivilgesellschaftlichen und weitgehend gewaltfreien Regimewechsels
in zwei Fällen bestätigt wurde. Präsent ist der ZFD aber in keinem der arabischen Länder, in denen sich Proteste regen. Angesichts dessen sollte der ZFD durchaus „arabische Lektionen" lernen und seine Potentiale ausschöpfen....
» zum kompletten Artikel auf unserer Website
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Internationale Konferenz der Akademie für Konflikttransformation
Die Akademie lädt herzlich zu der internationalen Konferenz "Civil Conflict Transformation - Ambitions and Reality" ein.
Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Evaluierung des Zivilen Friedensdienstes und des dritten Umsetzungsberichtes zum Aktionsplan zivile Krisenprävention zielt die Konferenz darauf ab, den Zivilen Friedensdienst normativ,
theoretisch, konzeptionell und politisch-strategisch zu verorten. Sie geht über die gängige Evaluierung von Einzelprojekten des Zivilen Friedensdienstes hinaus und zeigt eine theoretische und politisch-programmatische
Begründung für die Potenziale und Grenzen des Zivilen Friedensdienstes auf.
Die Konferenz findet am Donnerstag, 28. und Freitag, 29. April in Bonn statt. Besuchen Sie unsere Konferenz-Website unter www.civil-conflict-transformation.org, um Näheres zum Programm zu erfahren und sich für die Veranstaltung anzumelden.
Gerne möchten wir Sie auch auf die spannende Podiumsdiskussion im Rahmen der Konferenz hinweisen. Am Donnerstag 28. April, ab 18 Uhr diskutieren Bundestagsabgeordnete von CDU, FDP, den GRÜNEN und der LINKEN über die Bedeutung der Zivilen
Konfliktbearbeitung für die deutsche Politik.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und eine belebte Diskussion!
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Meldungen +++ Meldungen +++ Meldungen +++ Meldungen
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„Die praktische Ausrichtung war mir sehr wichtig!“
Ein Interview mit Marion Haberfellner, Teilnehmerin am Neun-Wochen-Qualifizierungskurs der Akademie. Sie hat zwei Magisterabschlüsse, in Germanistik, Theaterwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache, sowie in zeitgenössischer Geschichte
der Balkan-Region. Im Laufe der letzten Jahre war sie als Bildungsbeauftrage für das österreichische Bildungsministerium in Mazedonien und Kosovo tätig. Dort implementierte sie vor allem Projekte im Bereich der Berufsbildung.
Danach arbeitete sie als Projektmanagerin am Zentrum für Soziale Innoviation in Wien, wo sie zwei Projekte für die europäische Kommission leitete, die zu einer Verbesserung der Forschungszusammenarbeit zwischen Westbalkanländern und
EU-Staaten beitragen.
Lesen Sie das Interview auf unserer Internetseite
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Berufsbegleitender Kurs erfolgreich gestartet
Nach langer und intensiver Vorbereitung war es am 23. März endlich soweit: Der erste Berufsbegleitende Kurs der Akademie im Blended-Learning-Format begann in Bonn. Die Teilnehmenden werden sich in den nächsten
acht Monaten mit Mediation, Führung und Teamwork beschäftigen – sowohl in Präsenzseminaren als auch in Online-Einheiten und Gruppenlernphasen. Unterstützt wird ein erfolgreicher Lernprozess auch auf Distanz durch enge
tutorielle Betreuung und die Lernplattform der Akademie, auf der die Teilnehmenden arbeiten. Im Mai startet dann der zweite Kurs im Blended-Learning-Format: „Zivile Konfliktbearbeitung“.
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Aktuelle Angebote
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Friedensarbeit als Beruf
Ein Seminar für Ein- und Umsteiger/-innen
(18.-19.6.)
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Orientierungstag
für Interessenten der Qualifizierungskurse
(20.6.)
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9-Wochen-Kurs im Sommer
Ergänzende Fortbildung im Bereich ZKB
(18.7.-23.9.)
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Gewaltsame Gruppenkonflikte und Interventionsansätze
Möglichkeiten und Grenzen
(20.-22.7.)
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Social Justice und Diversity
Unterschiedlichkeit (an)erkennen - Diskriminierung entgegenwirken
(25.-26.7.)
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Kommunikation initiieren und fördern
Methoden konstruktiver, gewaltfreier Kommunikation im interkulturellen Kontext
(27.-29.7.)
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Konfliktanalyse und -verständnis
Friedenspotenziale erkennen und nutzen
(1.-5.8.)
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Mediation und Verhandlung
Interventionstechniken in Konflikten
(8.-10.8.)
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Teamarbeit in einem interkulturellen Kontext
Teamentwicklung, Dynamiken, Rollen und Prozesse
(22.-23.8.)
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Trauma und psychosoziale Dimension der Friedensarbeit
Trauma erkennen und mit traumatisierten Menschen arbeiten
(24.-25.8.)
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Dialogprozesse initiieren und fördern
Akteure, Rollen, Methoden, Möglichkeiten und Grenzen
(29.8.-1.9.)
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Friedens- und konfliktsensible Wirkungsanalyse
Projekte beobachten, Wirkungen überprüfen
(5.-9.9.)
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