Dealing with the Past 2019

Erinnerung, Versöhnung und Reintegration

Plakat
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Eine der wohl komplexesten Herausforderungen, denen eine Gesellschaft beim Übergang nach Konflikten gegenübersteht, ist der Umgang mit den emotionalen, psychischen und sozialen Wunden, die die begangenen Menschenrechtsverletzungen hinterlassen haben. Auch wenn offiziell Frieden geschlossen wurde, sind die Auswirkungen eines Krieges für die Opfer noch für sehr lange Zeit spürbar. Die Forderung nach Antworten und Rechenschaft ist lediglich die oberflächliche Narbe tiefer Wunden, die zu einem sozialen Bruch führen.

Um diese Herausforderung zu bewältigen, muss man verstehen, welche historischen Dynamiken zu diesem Bruch geführt haben, in welchen Rollen Täter und Opfer gefangen sein können, welchen Reformen öffentliche Institutionen unterzogen werden müssen und welchen wichtigen Einfluss die Geschichte dabei spielt. Dieses Seminar konzentriert sich genau auf diesen Prozess der sozialen Transformation, der durch eine neue, gemeinsame und empathische Betrachtung und Auslegung von Geschichte und Konflikt stattfindet. Ziel ist es, zu verstehen, wie dieser Prozess stattfinden und begleitet werden kann und mit welchen Maßnahmen sich der Kreislauf von Trauer und Schuldzuweisungen durchbrechen lässt, damit eine Transition in die Realität der Gegenwart möglich ist.

Inhalte

  • Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, denen eine Post-Konflikt-Gesellschaft gegenübersteht, sowie den Wunden, die durch die Gewalterfahrung auf verschiedenen Ebenen entstehen
  • Strategien zur Bewältigung dieser Situation und Einarbeitung in das Feld von Dealing with the Past
  • Förderung einer Kontextsensitivität durch Verständnis der weltweit unterschiedlichen Situationen
  • Vergleichsanalyse verschiedener Post-Konflikt-Gebiete
  • Entwicklung einer Dealing-with-the-Past-Strategie für eine von den Teilnehmenden ausgewählte aktuelle Situation

Informationen zum Seminar

Zeitraum
-
Seminar-Typ
Online-Seminar
Seminar-Sprache
Englisch
Preis
350.00€