Trainer*innen

Stella Sabiiti
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Stella Sabiiti

Trainerin für Konstruktives Intervenieren

Im Laufe der Jahre hat Stella Mystica Sabiiti einen umfassenden Ansatz zur Konflikttransformation entwickelt, der auf ihrer persönlichen Erfahrung von Krieg und Folter und einem Leben als Flüchtende auf drei Kontinenten beruht. Stella ist derzeit UN-Frauenberaterin für das Netzwerk von Frauen in Konfliktprävention und Mediation (FemWise-Afrika) der Afrikanischen Union (AU). Ihre Arbeit basiert auf ihren Studien, deren Empfehlungen und Modalitäten für die Einrichtung des Netzwerks vom AU-Friedens- und Sicherheitsrat und schließlich von den AU-Staatsoberhäuptern gebilligt wurden (Juli 2018). Davor war Stella seit 2005 Teamleiterin im AU-Department für Frieden und Sicherheit in einem Expertenteam zur Operationalisierung der Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur (APSA). 2012 wechselte sie als Friedens- und Sicherheitsexpertin zur Direktion Frauen, Gender und Entwicklung (WGDD) im Büro des Vorsitzenden.

2002 leitete Stella einen erfolgreichen Friedensprozess zwischen der Uganda National Rescue Front (UNRF2) und der aktuellen Regierung Ugandas. Als Universitätsstudentin war sie 1976 von Soldaten des Präsidenten Idd Amin entführt und gefoltert worden. Diese Erfahrung prägte ihr künftiges Engagement für die Zusammenarbeit mit bewaffneten Gruppen für den Frieden. Nach dem Sturz von Präsident Amin 1979 formierten sich die Soldaten zu der UNRF2, die sie 26 Jahre später im Friedensprozess unterstützen sollte. Sie steht in ständigem Kontakt mit einigen am Friedensprozess Beteiligten, darunter Frauen und ehemalige Kämpfer*innen.

Stella lehrte an der Europäischen Friedensuniversität (EPU) in Österreich und an der World Peace Academy der Universität Basel in der Schweiz. Sie bildet Gruppen in Konfliktanalyse, -verhandlung und -mediation, friedenserhaltende/friedensunterstützende Operationen sowie indigene Mechanismen der Friedensbildung, Gender und Fragestellungen zu Kleinwaffen und leichten Waffen (SALW) aus. Sie unterstützt weiterhin Friedensprozesse in Afrika, Lateinamerika und der Region Asien/Pazifik. 1995 gründete sie das Center for Conflict Resolution (CECORE) in Uganda und arbeitete zuvor für das International Fellowship of Reconciliation (IFOR) in den Niederlanden, als Leiterin des Afrika-Programms und danach für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und für den Africa Church Information Service als stellvertretende Chefredakteurin in Nairobi, Kenia.

Sie gehört der Expertengemeinschaft für die Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates an und ist als Missionsleiterin für Friedensunterstützungseinsätze qualifiziert. Sie entwickelt Lehrpläne für Friedensfachkräfte auf dem Kontinent und bildet sie aus. Sie studierte Soziologie und Kommunikation u. a. in Uganda, Kanada und den Niederlanden.