Marc Kösling
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„Der größte Schatz ist das Netzwerk und sind die Leute, mit denen ich den Kurs gemacht habe. Wir treffen uns seither regelmäßig.“
Marc Kösling Absolvent der berufsbegleitenden Weiterbildung

Marc Kösling absolvierte 2017 die berufsbegleitende Weiterbildung bei der Akademie für Konflikttransformation. Heute ist er Koordinator für das ZFD-Länderprogramm der Kurve WUSTROW in Myanmar und ist dankbar für das Netzwerk, das er gewonnen hat.

Mit Friedens- und Konfliktforschung kam Marc Kösling bereits während seines Studiums der Sozialwissenschaften am Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg-Essen in Berührung. Und dennoch: Sein beruflicher Weg führte ihn nach zwei Jahren am Bonn International Center for Conversion (BICC) zunächst zum Jobcenter, wo er professionelle Beratung vermittelte und sich schließlich als Trainer ausbilden ließ – eine eher pragmatische Entscheidung. Doch sie erwies sich für ihn als hilfreich, da er mit der Weiterbildung an der Akademie gelerntes direkt anwenden und eine Verbindung zu seinem Studium herstellen konnte. „Ich war in dieser Zeit in einem Findungsprozess und konnte die Erfahrung, die ich bereits gesammelt hatte, dann gut verbinden“, erzählt er.

„Durch die Weiterbildung erhielt ich einen guten Überblick über die verschiedenen Ansätze, Methoden und Theorien in der Friedensarbeit und es gab die Gelegenheit, die Inhalte zwischen den einzelnen Präsenzphasen gut zu vertiefen.“

Natürlich war nicht alles in der Weiterbildung ohne Herausforderungen. Besonders das Praxisprojekt legte als gute Trockenübung viele Stolpersteine offen und zeigte Grenzen in der Friedens- und Konfliktarbeit auf.

Nach 1 ½ Jahren als Referent für personelle Zusammenarbeit beim AKLHÜ (Netzwerk und Fachstelle für Internationale Personelle Zusammenarbeit) koordiniert der Niederrheiner nun das Länderprogramm der Kurve WUSTROW und schlägt so die Brücke zwischen den Partnerorganisationen, den Fachkräften vor Ort und der Geschäftsstelle. In seiner derzeitigen Arbeit als Koordinator tauchen Ansätze des Do-No-Harm oder die themenzentrierte Interaktion immer wieder auf – Inhalte, die auch die Weiterbildung prägten.

Bis heute trifft sich Marc Kösling regelmäßig mit ehemaligen Kolleg*innen aus der Weiterbildung, teilweise für ganze Wochenenden in einem Tagungshaus. „Wir haben unter anderem schon kollegiale Fallberatung untereinander organisiert, bei der wir verschiedene Themen und Fälle einzelner Teilnehmenden diskutiert haben.“ Das gewonnene Netzwerk sei der größte Schatz, ist sich der der 38-jährige sicher.