Der Zivile Friedensdienst

 

Seit 1999 werden Projekte im Bereich Ziviler Friedensdienst durchgeführt. Ziel dieser Projekte ist es, durch den Einsatz von ausgebildeten Fachkräften die Form und Dynamik einer Konfliktaustragung mit gewaltfreien Mitteln dahin zu beeinflussen, dass Gewalt vermieden oder beendet oder zumindest gemindert wird. Dabei versucht der ZFD in allen drei Phasen eines Konfliktes aktiv zu werden: vor Ausbruch von Gewalt, während Gewalthandlungen und nach deren Beendigung für die Konfliktnachsorge.

 

Der ZFD arbeitet mit lokalen Partnerorganisationen zusammen, bei

  • dem Aufbau von Kooperations- und Dialogstrukturen über Konfliktlinien hinweg (einschließlich Stärkung traditioneller Schlichtungsinstanzen)
  • der Schaffung von Anlaufstellen und gesicherten Räumen für Unterstützung und Begegnung von Konfliktparteien
  • der Stärkung von Informations- und Kommunikationsstrukturen zum Thema Ursachen und Auswirkungen gewaltsamer Konflikte (u.a. Friedensjournalismus, Vernetzung, Monitoring von Konfliktverläufen)
  • der Reintegration und Rehabilitation der von Gewalt besonders betroffenen Gruppen (einschließlich Maßnahmen der psychosozialen Unterstützung/Traumabearbeitung)
  • der Beratung und Trainingsmaßnahmen zu Instrumenten und Konzepten ziviler Konfliktbearbeitung, sowie beim Aufbau von Strukturen
  • der Friedenspädagogik (einschließlich Bildungsmaßnahmen zum Abbau von Feindbildern)
  • der Stärkung der lokalen Rechtssicherheit (Beobachtung der Menschenrechtssituation, Schutz vor Menschenrechtsverletzungen, Aufbau und Stärkung lokaler Institutionen)

Die Trägerorganisationen des ZFD haben sich im Konsortium Ziviler Friedensdienst zusammengeschlossen. Grundlage ihrer Arbeit sind die Standards für den Zivilen Friedensdienst des Konsortiums sowie das Rahmenkonzept Ziviler Friedensdienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).